AFCM - Amateurfunk Club Mostviertel

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1984

Chronik OAFT

2. Ostarrichi Amateurfunktage
27. April - 29. April 1984

27. und 28. April 1984
2.Ostarrichi Amateurfunktage mit eigener Clubstation OE3XOA Sonder ADL 351!!

 

Wie in der „Funk“ nachzulesen ist:
Erschöpft aber zufrieden könnte Ostarrichi-Initiator J.Waser OE3JWC, mit den Funkkollegen des Bezirks Amstetten Bilanz über die 3. Ostarrichi- AFU-Tage – der „Österreichs Ham Radio“, wie immer wieder zu hören war - ziehen: 1500 Besucher und damit eine Steigerung von über 500 gegenüber dem Vorjahr: Besonders am Samstag drohte der Veranstaltungsort „Kothmühle“ in Neuhofen an der Ybbs aus allen Nähten zu platzen. Die meisten Besucher kamen aus Niederösterreich (OE3), gefolgt von Oberösterreich (OE5), Wien (OE1) und der Steiermark (OE6). Angereist waren auch OMs aus den anderen Bundesländern sowie aus der Bundesrepublik Deutschland. OE3JWC konnte einen Gast aus England begrüßen und den Weitenpreis (gestiftet von IGS Electronic, Linz) an 5N7HKR aus Nigeria überreichen.
Der Sieg beim schon traditionellen Anfahrtswettbewerb ging an Peter Seidl OE3QU (St. Pölten). Die weiteren Plätze: 2. OE1RLC, 3. OE1PSU, 4. OE5JDL, 5. OE3RE. Alle Teilnehmer erhielten Pokale oder Sachpreise.
Als Sieger des Austrian Fieldday 1984 konnte OE-3 Landesleiter OM Franz Berger OE3FBW die Clubstation OE3XSW mit einem Pokal auszeichnen.
Ein 2-m Handfunkgerät von Yeasu (gestiftet von Funktechnik Moser, Lienz) ging durch Losentscheid an die Rot-Kreuz-Station OE5XLM in Linz.
Sehenswert auch dieses Jahr wieder die Selbstbauausstellung: Bis zum letzten Schräubchen professionell gestaltet die Geräte von OE5NEL und OE5PEL - beispielsweise einen 1 kW Endstufe für 435 MHz, ein 1.2 GHz Allmode Transverter mit 50 Watt, ein Universalnetzgerät und eine 1 kW Endstufe für 145 MHz. Als „Fast-schon-Oldtimer“ stellte OE5PEL sein Polyscope (100 kHz bis 400 MHz) aus. 440
Insgesamt war der Mikrowellenbereich von den Selbstbauern favorisiert: Schwarz-Weis-Monitor für 12 GHz (OE3JWB), 23-cm-PA (OE5PEL), Rohrstrahler 1,7 GHz (OE3JWB), Weitere sehenswerte Selbstbaugeräte: SSB-KW-Transceiver mit Netzteil (OE5JF), RBG-Monitor mit Bildschirmspeicher und Falschfarbengenerator (OE3JWB), vergoldeter Vorverstärker für 2 m und 70 cm mit einer Rauschzahl von 0,6 dB (OE5NEL), Breitbandverstärker 30 MHz bis 1 GHz mit 20 dB für Messzwecke (OE3JWB), Satellitenkonverter 137/144 MHZ (OE5JF), Meteosat-Down-Konverter 1,6 GHz auf 137 MHz mit Strahler, Oszillator und Vorverstärker (OE5JF). Sowie „Kleingeräte“ von OE5NEL: Richtkoppler, Universalkonverter 0-200 MHz. 23-cm-PA, 70-cm-Transverter.
Den aktuellen Stand der Amateurfunktechnik industrieller Art gab es an den Händlerständen zu besichtigen und zu kaufen. Mit einem ausführlichen Videofilm und Testgeräten präsentierte Funktechnik Böck den TS-940 S, das neue Flaggschiff von Kenwood. Universell einsetzbar ist das von Teprimex vorgestellte 2-m-Gerät Daiwa MT-20. Mit Batteriekasten ist es ein Handfunkgerät (1,5 Watt), mit Spiralkabel (dient gleichzeitig zur Spannungsversorgung und HF-Übertragung) und Endverstärker als Mobil- oder Heimstation (20 Watt).
Bei Funktechnik Moser gab es von Yaesu den FT-270 R, den FT 2700 R und den FRG-8800 sowie von Icom den IC-736 zu sehen. Mit dem Besucherinteresse sehr zufrieden zeigten sich auch die ADXB-OE, Funktechnik Gadringer und Reinhard Dengg, der seine Sinclair-Spectrum-Amateurfunkprogramme für z.B. Contestlog, Mondkoordination, Locator vorführte.
Als Ausstellungshit entpuppten sich die ansteckbaren Rufzeichenschilder und die individuell gestaltbaren T-Shirts. Zufriedenes Lächeln auch bei IGS Electronic, Linz: Hier waren vor allem Satelliten-Antennen, KW-Beams, Zubehör, Procomtor-Fernschreib-Dekoder und die kleinen 2-m-Mobilgeräte von Yaesu gefragt. Spürbares Interesse auch an den amerikanischen TenTec Geräten. Am Poststand konnten Funkgeräte durchgemessen werden oder der Mupid für Informationen und Telespiele strapaziert werden.
OM Wolfgang OE1WBS zeigte seine jüngst produzierten Videofilme über den OE-Rundspruch und die neue Sendetechnik bei OM Karl Sanz OE3NZ, in Mödling. Am Infostand der AMSAT-DL wurden Filme über den OSCAR-10 gezeigt.
Am Samstagnachmittag standen OM Emmerich Rath OE3RE und OM Franz Berger kenntnisreich für aktuelle Fragen zur Verfügung, wobei auch ein bisschen Nostalgie mit ins Gespräch kam und Anekdoten aus der versammelten Runde für lockeren Humor sorgten.
Am Sonntag tagte erstmals die Generalversammlung der AVUS-DX bei den Ostarrichi-AFU-Tagen.

Zahlreiche Besucher verfolgten die Live-Produktion und Ausstrahlung des OE-Rundspruches am Sonntag Vormittag mit. Nach dem englischsprachigen Teil (gestaltet und gesprochen von OM Georg Zapletal OE1GLA), nahm Rundspruchmoderator Wolfgang Bachschwell, OE1WBS. für weitere 50 Minuten das Mikrofon in die Hand. Vorausgegangen war eine mit Textredegieren und technischen Aufbauten und 441 Versuchen angefüllte Nacht. Wurde im Vorjahr der Rundspruch noch über Telefon an den Rundspruchsender OE3XNB in Mödling übermittelt, funktionierte dieses Mal alles über Funk. Von der Sonderstation OE3XOA wurde das Signal auf 70-cm (vertikal polarisiert) an OM Franz OE3NXW in Amstetten übermittelt, der es auf 2-m (horizontal polarisiert) an OE1HUB weitergab. Von der Hohen Wand wurde das Signal wieder auf 2-m (vertikal polarisiert) an die "Richtfunk-Kopfstelle" OE3KK weiterschickt, der für die Ausstrahlung im UKW-Bereich sorgte und den zentralen Rundspruchsender mit OE3NZ in Mödling versorgte (80m, 40m, 20 m). Trotz des technisch sehr aufwendigen Übertragungsweges gab es - so die übereinstimmende Meinung - während der Sendung weniger Probleme als bei der 600 Ohm Übertragung des Vorjahres.
Der Termin der 4. Ostarrichi-Amateurfunktage ist mit dem letzten April-Wochenende 1986 bereits wieder fixiert. Alle, die dabei waren, wollen wiederkommen.
Als zusätzliche Attraktion wird OM Wolf Harranth OE1WHC, sein „DX-Panorama" für die ORF-Kurzwelle vor und mit Publikum bei der Amateurfunkmesse in Neuhofen produzieren.

 
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